Outreach News

Das schleswig-holsteinische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus und die Norddeutsche Initiative Nanotechnologie (NINa e.V.) hatten am 10. April zu einem parlamentarischen Abend der Nanotechnologie nach Berlin eingeladen. Im Rahmen einer Ausstellung von Forschungs- und Unternehmensbeispielen aus Schleswig-Holstein präsentierte der SFB 1261 Herstellung und Anwendungspotentiale seiner Sensorforschung den Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. 

„Wir haben in Schleswig-Holstein großartige Forschungsergebnisse in den Nanowissenschaften erzielt, die das Potential haben, in Ausgründungen oder Kooperationen mit Firmen zu münden. Deshalb haben wir den Aufbau des Netzwerkes Nanotechnologie im vergangenen Jahr mit einer halben Million Euro unterstützt“, begrüßte Dr. Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, in der Berliner Landesvertretung. „Gerade als interdisziplinäre Querschnittstechnologie ist Vernetzung im Bereich Nanotechnologie besonders wichtig“, betonte Professor Franz Faupel, Vorsitzender des NINa e.V. in seinem Grußwort. Die Initiative will Akteure zur Nanotechnologie aus Wissenschaft und Wirtschaft in Schleswig-Holstein und im nordischen Raum vernetzen. 

Anhand von Vorträgen und einer Ausstellung mit Demonstratoren stellten an dem Abend Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft anwendungsorientierte Nanotechnologie aus Schleswig-Holstein vor, von innovativer Batterieforschung über maritime Anwendungen bis zur Medizintechnik. Mit seiner digitalen Touchstele und Virtual-Reality-Brillen zeigte der SFB den Prozess der Sensorentwicklung im Kieler Nanolabor anhand eines virtuellen 360 Grad-Rundgangs.

Im Schülerforschungszentrum Kieler Forschungswerkstatt können Kinder und Jugendliche ab der 3. Klasse selbständig forschen und eigene Projekte bearbeiten. Am 13. März war der SFB 1261 zu Gast, um der Schülergruppe einen Einblick in aktuelle Forschung an der CAU zu geben. Nach einer Einführung in die vielfältige Welt der Kristalle experimentierten die Schülerinnen und Schüler mit Piezokristallen. Geraten diese Kristalle unter Druck, entsteht eine elektrische Spannung. Diesen sogenannten piezoelektrischen Effekt nutzt der SFB in seinen Magnetfeldsensoren..

 

Auf der letzten Summer School hatte das Outreach-Projekt (SOP) das IRTG-Team dazu herausgefordert, kreativ über Wissenschaftskommunikation nachzudenken. In dem Workshop für Nachwuchsforschende ging es nicht nur um die Basics guter Wissenschaftskommunikation, sondern auch darum, wer das beste Giveaway für den SFB entwerfen kann. In einem Design Contest traten fünf Gruppen gegeneinander an, über den besten Prototypen wurde kriteriengeleitet abgestimmt. Nach einem Kopf-an-Kopf Rennen erklärte das SOP schließlich den Stressball in Form eines Gehirns zum Sieger – ein Bezug zur medizinischen Anwendung der Magnetfeldsensorik im Bereich der Neurologie. Der Gewinnergruppe winkte neben Ruhm und Ehre auch die Produktion einer kleinen Charge der designten Prototypen.

 

Ein Ziel der Outreach-Arbeit im SFB ist es, bei jungen Menschen Interesse an aktueller Forschung an der Schnittstelle zwischen Technik und Medizin zu wecken. Dafür veranstaltet das Outreach-Team nicht nur Projekttage (wie hier auf den Physik-Projekt-Tagen: www.uni-kiel.de/de/detailansicht/news/begeistert-von-physik), sondern entwickelt auch Unterrichtsmaterialien für Schulen. Die frisch entstandene Unterrichtseinheit geht jetzt in den Testeinsatz.

Zum ersten Mal hat der Sonderforschungsbereich 1261 bei der Nacht der Wissenschaften seine neue Ausstellung präsentiert. Unter dem Motto „Messen ohne Kontakt? Magnetfeldsensoren für die Medizin" konnten sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher darüber informieren, wie Forschende daran arbeiten, Herz- und Hirnaktivitäten berührungslos zu messen. 

Im Zentrum der Ausstellung stehen fünf Stationen, an denen die einzelnen Arbeitsschritte innerhalb eines Sensorsystems demonstriert wurden: von der eigentlichen Messung des Signals durch den Sensor über die Verstärkung und Signalaufbereitung bis hin zur medizinischen Darstellung. Verbunden sind die einzelnen Stationen durch mehrere LED-Streifen, die den Signalverlauf innerhalb des Sensorsystems visualisieren. Weitere Stationen ergänzen die Ausstellung, etwa die Darstellung eines Magnetfeldes, das durch einen stromdurchflossenen Leiter erzeugt wird, oder die Demonstration zweier Sensortypen, eines Biegebalken-Sensors sowie einer Oberflächenwellen-Sensors. 

Neben den Stationen hatten die Besucher noch die Möglichkeit, im Rahmen einer virtuellen Tour mit VR-Brillen die Produktion der Sensoren im Reinraum nachzuverfolgen, der sich gleich nebenan an der Technischen Fakultät befindet. 

Die Vielfalt der Ausstellung sowie die persönliche Betreuung durch Promovierende des SFB und das SOP-Team kamen bei kleinen wie großen Besucherinnen und Besuchern sehr gut an, so dass man den Abend durchaus als Outreach-Erfolg verbuchen kann.

 

Am 28.09.2018 heißt es wieder „Wissen ist Nacht!“ bei der dritten Nacht der Wissenschaft in der Landeshauptstadt Kiel. Über 40 Institutionen aus Wissenschaft und Wirtschaft präsentieren an diesem Tag und bis spät in die Nacht an 17 Standorten ihre Forschungsergebnisse. Im SFB tüftelt ein Team aus Outreach-Projekt und IRTG-Mitgliedern schon seit einigen Monaten an einer Ausstellung, die die SFB-Sensortechnik „begehbar“ macht. Neugierig geworden? Die gesamte Ausstellung wird an der Technischen Fakultät in der Mensa zu sehen sein. 

Weitere Infos zur Veranstaltung: 

https://www.facebook.com/events/1531382983657913/

Die Begeisterung junger Frauen für Physik und Naturwissenschaft fördern, ist das Ziel der Physik-Projekt-Tage an der Uni Kiel. Vom 22. bis 25. August waren 50 Oberstufenschülerinnen aus ganz Schleswig-Holstein eingeladen, gemeinsam zu experimentieren und sich über Physik auszutauschen. In diesem Jahr bot zum ersten Mal auch der SFB 1261 ein Projekt zu Magnetfeldsensoren an. Die Veranstaltung, die bereits zum vierten Mal stattfand, wurde als Beispiel für gelungene Gleichstellungsarbeit in den Instrumentenkasten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgenommen. 

Eigene Sensoren bauen, die auf Magnetfelder reagieren? Im Physikunterricht hatte das bisher keine der acht Teilnehmerinnen am Projekt „Magnetfeldsensoren für die Medizin“ gemacht. Das eigenständige Arbeiten bei den Physik-Projekt-Tagen (PPT) gefiel Lara (15) aus Neumünster aber besonders gut: „Wir können uns hier ganz frei ausprobieren.“ „Außerdem bekommt man eine Vorstellung, wie es an einer Uni abläuft“, ergänzte die 15-jährige Meret aus Timmendorfer Strand. In einer Universität ist sie zum ersten Mal zu Besuch, kann sich aber gut vorstellen, ein naturwissenschaftliches Fach zu studieren. 

Die Sensoren der Schülerinnen sind zwar einfacher aufgebaut und größer als ihre Vorbilder aus dem SFB, doch auch ihren Hintergrund bildet die hochaktuelle Forschung aus dem interdisziplinären Forschungsverbund. Mit den hier gewonnenen Erkenntnissen sollen Magnetfelder des Körpers in Zukunft noch leichter gemessen werden können. Dr. Daniel Laumann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), hat die wissenschaftlichen Inhalte zusammen mit Dr. Carolin Enzingmüller vom SFB-Teilprojekt „Scientific Outreach“ didaktisch für die PPT-Tage aufbereitet. „Die Versuche, die wir hier entwickelt haben, sollen in Zukunft auch Lehrkräfte für ihren Schulunterricht nutzen können“, so der Physikdidaktiker.  

Rund 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende der Physik beteiligten sich insgesamt an den PPT. „Wir wollen Einblicke in das Studium und die Forschung der Physik geben“, so Organisator Dr. Franko Greiner. „Uns ist es wichtig, dass die Schülerinnen hier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler persönlich kennenlernen und sich von ihrer Begeisterung anstecken lassen.“ 

Die nächsten Physik-Projekt-Tage finden voraussichtlich 2020 in der ersten Woche nach den Sommerferien statt. 

www.ppt2018.de

Pressemitteilung der Uni Kiel: www.uni-kiel.de/de/detailansicht/news/begeistert-von-physik

 

 

Wie stärkt man Zusammenarbeit in einem interdisziplinären Team? Indem man sich von Zeit zu Zeit aus dem Forschungsalltag zurückzieht und sich in Ruhe gemeinsam austauscht- wie auf der jährlichen interdisziplinären Summer School des SFB. Für die Doktorierenden und Masterstudierenden ging es vom 24. bis 25.7. nach Eckernförde, um über Forschung und Teamarbeit zu sprechen. Für fachliche Diskussionen sorgten Vorträge zu den Themen Magnetismus, Modellierung von Sensoreigenschaften und der medizinischen Diagnostik. Im Teambuilding-Teil stand, unabhängig von Fach und Forschung, das Miteinander im Vordergrund. Und in einem Workshop forderte das Outreach-Projekt das IRTG-Team dazu heraus, kreativ über Wissenschaftskommunikation nachzudenken und eigene Outreach-Produkte für den SFB zu entwerfen. Allen Beteiligten einen großen Dank für die gelungene Veranstaltung!

 

 

Contact

sfb1261@tf.uni-kiel.de

Chairman:

Prof. Dr. Eckhard Quandt

Kiel University
Institute for Materials Science

 

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Christ.-Albrechts-Platz 4
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ISIT

Fraunhofer Institute for Silicon Technology, Itzehoe (ISIT)

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IPN

IPN - Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik an der Universität Kiel

Olshausenstraße 62 
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